Neue Sozialversicherungswerte zu beachten

Beitragssätze, Bemessungsgrenzen und Sachbezugswerte ändern sich

 

Beitragssätze sinken


Der Beitragssatz zur allgemeinen Rentenversicherung wird in 2018 von 18,7 % auf 18,6 % gesenkt. Arbeitgeber und Arbeitnehmer zahlen damit jeweils 9,3 % des beitragspflichtigen Arbeitslohns. Der Beitragssatz der knappschaftlichen Rentenversicherung sinkt von 24,8 % auf 24,7 %. Auch der Beitragssatz zur Künstlersozialkasse sinkt 2018: von 4,8 % auf 4,2 %. Der geringere Beitragssatz zur Künstlersozialkasse ist möglich, weil durch die verstärkte Prüf- und Beratungstätigkeit der Deutschen Rentenversicherung seit 2015 rund 50.000 abgabepflichtige Unternehmen neu erfasst wurden.

Der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz zur gesetzlichen Krankenversicherung wird auf 1,0 % festgesetzt (1,1 % in 2017). Da es sich jedoch um einen kassenindividuellen Zusatzbeitragssatz handelt, gibt es viele Kassen, die höhere oder niedrigere Zusatzbeiträge festsetzen (zwischen 0 % und 1,7 %). Die Insolvenzgeldumlage sinkt 2018 von 0,09 % auf 0,06 %.

Beitragsbemessungsgrenzen werden angehoben

Die einheitliche Beitragsbemessungsgrenze zur Kranken- und Pflegeversicherung steigt 2018 auf 53.100 Euro,  die Versicherungspflichtgrenze wird auf 59.400 Euro angehoben. Die Beitragsbemessungsgrenze zur Renten- und Arbeitslosenversicherung erhöht sich auf 78.000 Euro (West) bzw. 69.600 Euro (Ost). Auch die Bezugsgrößen steigen 2018: auf 36.540 Euro (West) bzw. 32.340 Euro (Ost). Die höhere Bezugsgröße wirkt sich unter anderem auf die Belastungsgrenze und damit auf die Befreiung von Zuzahlungen zu Medikamenten aus. Aber auch die Einkommensgrenze für die beitragsfreie Familienversicherung steigt durch die höhere Bezugsgröße von 425 Euro auf 435 Euro.

Sozialabgaben bei Mini-Jobbern ändern sich

Bei Mini-Jobbern (maximal 450 Euro durchschnittliches monatliches Arbeitsentgelt) zahlen Arbeitgeber auch 2018 in der Regel pauschale Abgaben in Höhe von 30 % (15 % für Rentenversicherung, 13 % für Krankenversicherung und 2 % pauschale Lohnsteuer) sowie Unfallversicherungsbeiträge und Umlagen zur Sozialversicherung. Der Beitragssatz für Mini-Jobber zur U 2 (Erstattung von 100 % der  Arbeitgeberaufwendungen bei Mutterschaft) sinkt 2018 von 0,30 % auf 0,24 %. Die U 1 (Erstattung von 80 % der Arbeitsgeberaufwendungen bei Krankheit) bleibt bei 0,9 %. Als Insolvenzgeldumlage sind auch bei Mini- Jobbern 0,06% zu zahlen. Mini-Jobber, die keine Befreiung von der Rentenversicherung beantragt haben, zahlen ab dem 1. Januar 2018 nur noch 3,6 % (Differenzbetrag zum Beitragssatz der Rentenversicherung von 18,6 %), bei einem Mini-Job-Entgelt von monatlich 450 Euro also nur noch 16,20 Euro.

Sachbezugswerte werden angepasst

Mahlzeiten, die ein Arbeitgeber arbeitstäglich unentgeltlich oder verbilligt an seine Arbeitnehmer abgibt, sind Arbeitslohn. Sie werden jedoch in der Regel nicht mit dem tatsächlichen Wert der Mahlzeit lohnbesteuert, sondern nur in Höhe der geringeren amtlichen Sachbezugswerte. Im Jahr 2018 ist eine Kantinenmahlzeit (Mittag- bzw. Abendessen) mit 3,23 Euro anzusetzen, ein Frühstück mit 1,73 Euro. Für freie Unterkunft beim Arbeitgeber beträgt der Sachbezugswert 226 Euro monatlich. Bei der Überlassung einer Wohnung ist jedoch der ortsübliche Mietpreis anzusetzen.

(Stand: 10.01.2018)

 

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